Unsere Geschichte
Der beschauliche Ort Burgliebenau liegt an einer Brücke, welche ein wichtiges Nadelöhr zur Querung der "Weißen Elster" darstellt.
Bereits vor einigen hundert Jahren gab es hier schon eine Brücke, über die Salzfuhrwerke dahinzogen, um das weiße Gold aus Halle in Europa zu verteilen. Ein lukratives Geschäft, und so wurde die Passage mit Hilfe einer Burg, spätestens seit Mitte des 14. Jahrhunderts, abgesichert. Die "Bischofs-Burg" wird seit 2016 wieder mit neuem Leben und altem Glanz erfüllt. Man kann sie nun wieder besichtigen, um mehr über ihre Geschichte und die des Ortes zu erfahren.
Auch unsere Barockkirche (erbaut 1732) und in langjähriger Arbeit durch die Einwohner des Ortes, insbesondere Herrn Rothe, bis 1992 restauriert, lädt mit ihrer Silbermann-Orgel zu einem Besuch ein. In regelmäßigen Abständen kann man hier ihrem Klang lauschen, klassische Konzerte genießen oder sich zum beschaulichen Gottesdienst zusammenfinden. Ebenso verdient der 250 Jahre alte und unter Denkmalschutz stehende Taubenturm Beachtung.
Das ursprüngliche Flussbett der weißen Elster wurde in den 1950er Jahren verlegt, begradigt und mit einem Damm versehen, um von Überschwemmungen ungestört dem Braunkohletagebau frönen zu können. Wenngleich man nun nicht mehr, bei den wiederkehrenden Hochwassern, in Zinkwannen die Straße entlangrudern musste, wäre dem Tagebau auch beinahe noch der Ort selber zum Opfer gefallen. Heute befindet sich im renaturierten Tagebaurestloch ein See, welcher sich einträglich in das Landschaftsschutzgebiet "Luppe-Elster-Aue" einfügt.
Der "Wallendorfer See" ist über einen Parkplatz gut zu erreichen und lädt zum Baden und zum Wassersport ein. Im nahe gelegenen Wald kann der aufmerksame Wanderer außerdem auf die Reste einer "Fluchtburg" stoßen, welche von einer frühen slawischen Besiedlung der Gegend herrührt.
Kommt man an Sonntagen in den Ort oder durchquert ihn bei einer Fahrradtour, lohnt sich immer auch ein kurzer Stopp im Waldcafe.