Unsere Geschichte
Ermlitz liegt von den 12 Ortsteilen der Gemeinde Schkopau am östlichsten und grenzt direkt an die große Kreisstadt Schkeuditz, welche in Sachsen (Landkreis Nordsachsen) liegt. Nördlich grenzt Ermlitz an Großkugel, einem Ortsteil der Gemeinde Kabelsketal. An den Süden des Ortsteils grenzen die Leunaer Ortsteile Hoburg-Maßlau, Dölkau und Zweimen. Westlich von Ermlitz liegen Raßnitz und Röglitz, welche ebenfalls Ortsteile der Gemeinde Schkopau sind.
Der Ortsteil Ermlitz besteht aus ehemals drei Ortsteilen. Oberthau, dessen erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahre 1246 stammt, ist hierbei der älteste dieser Orte. Rübsen wurde 1267 gegründet und Ermlitz erst 1428.
Für Ermlitz war die Wiedervereinigung Deutschlands ein doppelter Grund zur Freude, denn ohne dieses Ereignis wäre Ermlitz seit 1997 ein Braunkohletagebau und die hier lebenden Anwohner wären umgesiedelt worden. Doch so konnte seit 1994 auf dem Wachtberg ein neues Wohngebiet entstehen.
Das Wappen von Ermlitz hat sich aus dem Familienwappen der Familie Von Bose entwickelt, denn in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde unter Carl Hieronymus von Bose (1718–1797) das Gutshaus erbaut. Unter den späteren Gutsbesitzern der Familie Apel konnten einige überregional bekannte Künstler als Gäste begrüßt werden, wie Carl Maria von Weber und Richard Wagner. Zu DDR-Zeiten und noch bis Ende der 1990er Jahre diente dieses Gutshaus als Kinderheim. Heute wird in diesem barocken Gutshaus, dem historischen Kulturgut Ermlitz, mit Konzerten an die musikalische Vergangenheit erinnert.