Wochenblatt des Bürgermeisters Nr. 2

Datumsbezug: 27.03.2020
Wochenblatt des Bürgermeisters in Zeiten des Coronavirus Nr. 2 vom 27.03.2020

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner,
sicher bemühen wir uns alle in eine gewisse Routine und Ruhe zu kommen. Doch scheint dieser Wunsch angesichts der besonderen Umstände schwer umzusetzen. Zu einschneidend sind die immer noch neuen Erfahrungen im Alltag und dem Berufsleben. Dennoch wünsche ich uns allen die notwendige innere Besonnenheit mit dieser Situation umzugehen. Jeder von uns muss sich dieser Herausforderung ganz persönlich stellen und sich mit Fragen der familiären Verantwortung und den eigenen Prioritätensetzungen auseinander setzen. Ich wünsche Ihnen dafür die notwendige Gelassenheit und Zuspruch von lieben Menschen. Nach allem, was wir zurzeit wissen, liegt vor uns noch eine längere Wegstrecke mit gänzlich neuen Rahmenbedingungen und Einschränkungen.  
Den vielen Zahlen und Statistiken die wir täglich konsumieren, möchte ich nur wenige Zahlen zur Einheitsgemeinde hinzufügen. Im Moment sind 7 Einwohner unserer Einheitsgemeinde nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Außerdem befinden sich 33 Personen in Quarantäne. Zum Glück sind die Krankheitsverläufe bisher mehrheitlich mild. Nur wenige Betroffene mussten bisher stationär aufgenommen werden. Und auch wenn wir es bald schon nicht mehr hören und lesen können: 
Ich bitte Sie erneut, verzichten Sie auf unnötige persönliche Kontakte. Es ist im Moment die einzige Medizin, die uns zur Verfügung steht. 
Zusätzlich möchte ich Sie nochmals auf die Servicenummer des Gesundheitsamtes des Landkreises in Merseburg hinweisen. Unter der Nummer 03461 40-2727 werden Sie von Montag bis Freitag zwischen 08:00 - 18:00 Uhr und nun zusätzlich am Wochenende von 10:00 bis 14:00 Uhr zu allen Fragen zum Coronavirus beraten. Darüber hinaus gibt es für individuelle Notfälle die Gemeindehilfe Schkopau. Unter der Telefonnummer 0151 422 618 71 erhalten Sie Hilfe und Unterstützung. Melden Sie sich. 

Aus ganz eigenen Erfahrungen und Gesprächen bitte ich Sie, Ihre persönlichen Termine bei Ärzten und öffentlichen Einrichtungen zuvor telefonisch abzuklären. So lassen sich möglicherweise unnötige Wegstrecken und Bemühungen vermeiden. Rufen Sie stets zuvor an und lassen sich den jeweiligen Termin nochmals bestätigen. Viele Praxen, Ämter und Einrichtungen verschieben zurzeit ausgegebene Termine.
Weiterhin möchte ich kurz auf die Diskussion um die Erlassung der Beiträge für die Kinderbetreuung eingehen. Mit dieser Frage setzt sich die Gemeinde intensiv und im Verbund mit benachbarten Kommunen auseinander. Schließlich werden wir mit diesem Problem in zahlreichen Anfragen aus der Elternschaft konfrontiert. Leider gibt es nun doch Kommunen, die für sich eigene Lösungen favorisieren. Allerdings haben wir es dabei teilweise mit ganz unterschiedlichen Strukturen zu tun. Unsere Gemeinde ist selbst Träger der Einrichtungen und steht mit dem eigenen Haushalt für deren solide Finanzierung. Mir ging es von Anfang an um eine Lösung, die die berechtigten Interessen der Elternschaft und die Haushaltslage unserer Gemeinde im Blick hat.
Mit Erleichterung habe ich deshalb die gestrige Nachricht der Landesregierung aufgenommen. Demnach wird das Land für die Kosten der Kitabeiträge für den Monat April aufkommen. Somit kann die Gemeinde Schkopau auf die Erhebung der Beiträge für April verzichten.
Zu guter Letzt möchte ich den Geschäfts- und Firmeninhabern in unseren Ortschaften danken. Für sie und ihre Mitarbeiter ist diese Zeit mit noch mehr persönlichem Einsatz, Anstrengungen und wirtschaftlichen Risiken verbunden. Hier denke ich gerade auch an die Geschäfte, welche uns seit langem mit Lebensmitteln, Gütern des täglichen Bedarfs und Pflanzen versorgen. Gerade in der aktuellen Zeit sind uns die Händler in unserer Nähe eine große Hilfe und erleichtern uns das tägliche Leben. Einige bieten aktuell sogar einen Lieferdienst an. Wir sind ihnen zum Dank verpflichtet und sollten Ihre Angebote auch aktiv nutzen.
Geben Sie die Informationen dieses Wochenblattes in Ihrer näheren Umgebung weiter.
Haben Sie eine gute und gesunde Woche!


Ihr Bürgermeister
T. Ringling

Zurück